Pflegemodell


 

Die gemeinsame Gestaltung des Alltags unter Berücksichtigung der aktuellen Befindlichkeit und der individuell geprägten Gewohnheiten bildet die Grundlage unseres pflegerischen Handelns.

In der somatischen/therapeutischen Pflege orientieren wir uns an den Modellen Roper/Thierney sowie Orem und Levin. Weiterhin beziehen wir Systemtheorien, Interaktionsmodelle und Grundlagen der Milieutherapie ein.

Wir gehen davon aus, dass im Alter auftretende Verhaltensweisen und/oder Störungen Ausdruck von Problemen sind, welche in der individuellen Gefühlsebene latent vorhanden sind. Wir integrieren den persönlichen Lebensstil und die persönlichen Wertvorstellungen des Bewohners in den Alltag und orientieren uns am psychobiografischen Normalitätsprinzip gemäss der individuellen Prägungszeit des Einzelnen.

Sollte ein Bewohner für die Bewältigung der Alltagsgestaltung Spezialtherapien benötigen, sind diese durch ärztliche Verordnungen zu gewährleisten. Am Entscheidungsprozess sind der Betagte, der Arzt, das Pflegepersonal sowie ggf. Angehörige beteiligt. Der Transport zu den Spezialtherapien (z. B. Physiotherapie, Logotherapie, Ergotherapie, usw.) wird durch uns oder Angehörige sichergestellt. Dieses Vorgehen entspricht der Normalität eines Betagten ausserhalb einer Institution und fördert dadurch die Orientierung an der Alltagswelt.


Bezugspersonenarbeit

Damit wir eine Kontinuität für den Bewohner, seine Angehörigen und alle am Behandlungs- und Betreuungsprozess Beteiligten sicher gewährleisten können, wenden wir den Bezugspersonenstandard nach Needham/Abderhalden (siehe Anhang) als verbindliches Arbeitsinstrument an.